muth der Königstochter, welche beide ihr Mutterherz vor dem Brechen und einem dauernden, tiefen Weh bewahrt hatten.
Die göttliche Gnade belohnte aber auch die von ihrer zarten Jugend an viel und hart geprüfte Prinzeſſin Wilhel⸗ mine. Wie es zuweilen geht, daß, wenn zwei ſich um irgend ein Gut ſtreiten, ein Dritter kommt und es erhaſcht, ſo auch hier. Keiner von den ſchon genannten, der Prinzeſſin aber verhaßten Fürſten erhielt deren Hand, ſondern ein Anderer, an welchen bisher Niemand gedacht gehabt hatte.
Es war der Erbprinz von Baireuth, ein eben ſo tugend⸗ hafter als liebenswürdiger Herr, welcher unſere Prinzeſſin ehelichte und ſie zur glücklichſten Gattin machte.
Helene von Meſſenbach verheirathete ſich vortheilhaft; ihre Schweſter Eleonore dagegen trat in die Dienſte der jungen Erbprinzeſſin von Baireuth, an welcher ſie die liebe⸗ vollſte Gebieterin beſaß, die nur einen Blick auf die von den Bärentatzen zerfleiſcht geweſenen Achſeln ihrer Kammerfrau zu werfen brauchte, um jede Aufwallung von Unmuth gegen dieſelbe niederzudrücken. Hans von Meſſenbach, welcher ſeine Mutter bei ſich wohnen hatte, ging als Leutnant in dasjenige Regiment über, mit welchem der König von Preu⸗ ßen ſeinen Schwiegerſohn, den Erbprinzen von Baireuth, beliehen hatte und in welchem der Erſtere von Stufe zu Stufe ſtieg.
Anſtatt der drei Königskronen, welche, laut der Prophe⸗ zeiung des Herrn von Meſſenbach, das Haupt der Prinzeſſin
Wilhelmine einſt zieren ſollten, deckte daſſelbe jetzt nur eine
Markgrafenkrone. Dagegen aber entſchädigten die werth⸗
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