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Wandſchrankes und durch die bewirkte Spalte ſchiebt ſich zur Hälfte des Prinzen Kopf mit den forſchend umherblicken⸗ den Augen hervor. Daſſelbe thut ein jugendlicher Frauen⸗ kopf, welcher ſich unter dem entfernter ſtehenden Bette her⸗ vorarbeitet und nach gethaner Umſchau ſich, wie die Schnecke in ihr Haus, wieder unter das Bett zurückzieht. Dabei läßt die, anſcheinend mit einer weiblichen Arbeit beſchäftigte Königin ihren Blick voll Unruhe und Ungeduld von dem ſchnarchenden Gemahl auf den lauernden Prinzen und von dieſem wieder auf den emportauchenden Kopf ihrer Tochter wandern. Wahrlich ein Gemälde, das von einem Meiſter der Malerkunſt dargeſtellt zu werden verdiente!
Endlich erwachte der König und befreite durch ſein Fort⸗ gehen die Verſteckten aus ihrer peinlichen Lage, die ſchlimmer war als die Carcerſtrafe für ungehorſame Schüler.
Zwölftes Kapitel. Unverhofftes Wiederſinden.
Wer des Königs Befehle übertrat oder nicht befolgte, wer ſich deſſen Mißfallen zuzog oder ſonſt eines Vergehens ſich ſchuldig machte, wurde in der Regel von ihm auf die vier Meilen von Berlin entfernte Feſtung Spandau geſchickt, daher dieſe mit Gefangenen jeden Geſchlechtes und Standes damals reich bevölkert war. Die weiblichen Gefangenen arbeiteten innerhalb der vier Mauern ihres Gefängniſſes,


