50 mit der erſten fortgefahren und mit der dritten geſchloſſen. Daher das Mißverſtändniß, deſſen Löſung des Königs Hei⸗ terkeit noch ſteigerte und ihn herzlich über den franzöſiſchen Leibgardiſten lachen ließ.
Doch nicht der König allein war jetzt vergnügt und lachte, ſondern auch deſſen Kinder, die ſich einmal ohne Furcht und Zwang ganz ihrer kindlichen Fröhlichkeit überlaſſen durften, während ſie ihren Vater abweſend und beſchäftigt wußten, auch die mürriſche Léti die Aufſicht über die königlichen Kin⸗ der einer liebevolleren Hofdienerin übertragen und einen Ausgang gemacht hatte.
Selbſt der ſonſt ſtill in ſich gekehrte und wortkarge Fritz war wie umgewandelt. Er lachte, ſprang, tanzte und ſpielte mit den übrigen Kindern, welche ſeine Schweſter Wilhelmine um ſich geſammelt hatte und unter welcher Eleonore von Meſſenbach nicht fehlte. Zuletzt begann er die junge Mädchen⸗ ſchaar wie eine Abtheilung Soldaten zu kommandiren und von ihr allerlei kriegeriſche Bewegungen ausführen zu laſſen, was aber freilich unter lautem Kichern, Schwatzen und öfte⸗ rem Widerſprechen von Seiten der kleinen Armee geſchah und darum ganz gegen die Subordination war.
viertes Kapitel. Das Schloßgeſpenſt.
Der König von Preußen belagerte, im Verein mit dem Könige von Dänemark und einem ſächſiſchen Heerhaufen


