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Prinzessin und Dienerin : geschichtliche Erzählung aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts / von Gustav Nieritz
Entstehung
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ſcheiben auf ein hohes Alter ſchließen ließen. Das Stüb⸗ enthielt einen alten Tiſch, et Lgceige S jn

Erſtes Bapitel. Ein Glückwunſch.

Gnädiger Herr! der Jude Aaron iſt draußen und will ſein Geld haben

Diejenige, welche dieſe Worte zu einem Manne in einem alten, großgeblümten und löcherreichen Schlafrocke ſagte, war ein kleines, verwachſenes Mädchen von ſchmuzigem Aeußern.

Der gnädige Herr machte ein ſehr ungnädiges Geſcht indem er barſch antwortete:

Sage dem Schurken und Wucherer, daß ich iub xreype hinunterwerfen und ihm den Hals brechen würde.

Das Mädchen entfernte ſich, kehrte aber bald wieder zurück.

Iſt er fort? fragte der gnädige Herr.

Ja! erwiederte das Dienſtmädchen,aber er ſchimpfte

arg und drohte, Euer Gnaden verklagen zu wollen.

Das mag er! lachte der gnädige Herr bitter.

Heſſen Wohnung, ſo wie deren Ausſtattung, war keines Edelmannes würdig. Sie befand ſich in engen Gaſſe Berlins und in einem Häuschen von ſchmaler Breite und mit niedrigen Fenſtern, deren erblindete Glas⸗