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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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das genommene Seebad bis auf die Haut durchnäßt war, gewiß ein kaltes Fieber die Folge davon geweſen ſein. Wirklich fühlte er ſich, nachdem die Lage der Flüchtlinge minder gefährlich geworden war, in den naſſen und übel⸗ riechenden Kleidern ſehr unbehaglich und von einem Froſt⸗ ſchauer ergriffen, den er durch raſches Vorwärtsſchreiten nicht ganz gewältigen konnte.

Laß uns ſprach Jonas zu ſeinem Gefährten einen Kohlenbrenner im Walde aufſuchen, damit ich an ſeinem brennenden Meiler meine Kleider trocknen und mich wieder erwärmen kann. Auch fängt mich allgemach zu hungern an, und dir wird's wohl eben ſo gehen. Ich bin mit meinem Vater ſchon einigemal bei Kohlen⸗ brennern und Theerſiedern geweſen und daher mit ihnen bekannt genug, daß ſie uns ein Stück Brot nicht ab⸗ ſchlagen werden.

Wirklich fanden die Kinder eine freundliche Aufnahme bei dem nächſten Köhler, welcher ſogar dem Fiſcherknaben auf ſeine Bitte ein trockenes Hemde und einen warmen Schaafpelz ſo lange lieh, bis deſſen Kleidungsſtücke in der Nähe des Feuers getrocknet waren. Zugleich erhielten die Kinder Brot genug, um ſich zu ſättigen, und oben⸗ drein einen Schluck Branntwein, welcher für den froſt⸗ klappernden Jonas zur Arznei, dem Fürſtenſohne dagegen zum Greuel wurde und ihn faſt erſticken machte.

Ein natürlicher Inſtinkt bewog die kleinen Flücht⸗ linge, dem Kohlenbrenner die eigentliche Urſache

Beſuches zu verheimlichen. Nur zu gut hatten ſit 5r