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Der Prinzenraub : eine Jugend-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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ſtieg mitten aus dem Eilande empor und ſchleuderte zahl⸗ loſe Feuerfunken aus, welche, von dem Winde getrieben, einen langen Schweif bildeten und über den See daher wallten. Und die Feuerſäule malte eine zweite in den dunklen Fluthen und zwar in zehnfach größerem Maaß⸗ ſtabe, ſo daß der See durch eine Feuerlinie in zwei Hälften getheilt erſchien. Es war ein furchtbar ſchönes Bild, das ſich dem Auge des Beſchauers darbot. Das Eiland mit der Burg nahm ſich aus wie ein Vulkan, bei deſſen Feuerausbrüchen gleichfalls häufige Blitze aus den Wolken herniederzucken. Nach einiger Zeit verlor ſich des Unge⸗ witters Heftigkeit und eine tiefe Ruhe folgte dem wilden Toben der Natur. Deſto höher ſtieg der Feuersbrunſt Macht und Gluth, welcher kein menſchlicher Widerſtand geſetzt zu werden ſchien.

Wer ſollte auch löſchen? ſprach Naumann vor ſich hin.Der alte, ſchwache Mutz? Oder der taube Krampus? Wenn ich richtig vermuthe, ſo wüthet das Feuer gerade dort, wo ich

Des Fiſchers ohnehin nur halblaut geſprochenen Worte verloren ſich in ein unverſtändliches Lispeln.

Während dem war Jonas feſt entſchlafen. Sein Vater erhob ihn vom harten Lehmboden der Hütte und verſetzte ihn auf das weiche Lager von trockenen Binſen⸗ blüthen, worüber ein reinlicher Linnenüberzug gebreitet war. Nachdem Mitternacht vorüber und die Feuersbrunſt in der Schornburg faſt ganz erloſchen war, begab ſich auch der Fiſcher zur Ruhe.