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„Wie iſt's abgelaufen, lieber Ferdinand?“ fragte jene ängſtlich.„Haſt du das Unglück abwenden können?“
„Nein!—“ verſetzte Vergmann achſelzuckend.„Der theure Schmuck iſt verloren und mit ihm dahin die ganze Frucht langjährigen Mühens.“
„Aber der Schmuck iſt ja dein—“ ſprach Johanna unwillig.—„Wer will und kann dich zwingen, ihn hinzu⸗ geben?“
„Willſt du etwa, Kind“— erwiederte Bergmann— „daß dein Vater nach Sibirien verbannt werde?“
„Wenn du nichts Böſes verbrochen haſt?“ rief Friede⸗ rike aus.
„Potemkins Willen ſich widerſetzen, iſt ein großes Ver⸗ brechen“— ſprach Bergmann.„Das haben wir an An⸗ deren geſehen, die ihr Eigenthum nicht ohne Bezahlung an den Fürſten verkaufen wollten und dafür ſchwer büßen muß⸗ ten. Graf Bibikoff, welcher um den Schmuck handelte, mir aber etliche tanſend Rubel abdrücken wollte, hat jedenfalls aus Rache den Fürſten auf meinen Schmuck aufmerkſam gemacht.“
„Aber das iſt ja ſo gut wie geſtohlen“— rief Fedor voll Entrüſtung aus—„wenn man etwas kauft und nicht bezahlt.“
„Es iſt ſchlimmer noch als Stehlen“— erwiederte Berg⸗ mann.„Denn vor einem Diebe kann ich mich hüten durch feſte Schlöſſer und Thüren, durch Hunde und Wächter. Und kommt ein Dieb, ſo jage ich ihn von dannen, bläue ihm den Rücken durch, ja haue, ſteche oder ſchieße ich nach ihm. Ge⸗ gen Leute aber, wie Potemkin, muß ich noch einen Katzen⸗


