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bewohnt eine Familie gewöhnlich ein ganzes Haus für ſich. So auch Meiſter Hüfner nebſt den Seinen. Im Erdgeſchoſſe rechts lag die Wohnſtube, welche durch die geräumige Hausflur von der Werkſtatt getrennt war. Im Hintergrunde des tiefen Hauſes und deſſen Flur, deren Decke mit fertigen Kupferkeſſeln behangen war, führte eine ſteile, jedoch ſchnurgerade Treppe in das erſte Stockwerk, welches unbewohnt war und in ſeinen vorn heraus beſindlichen Räumen das beſſere und werthvollere Eigenthum der Familie enthielt, während die hinteren, ſo wie das durch einen langen, außen angebrachten Gang mit dem Vorderhauſe verbundene Hinterhaus allerlei Wirthſchaftsgegenſtände und ſogenannten Rummel auf⸗ bewahrten.
Es war eine große Stille in der tiefen Wohnſtube, deren kleinſter und von den Fenſtern am weiteſten ent⸗ fernter Theil durch das ſpärliche Licht einer ganz ein⸗ fachen Oellampe erleuchtet wurde. Nur ſchwach ertönte zuweilen durch die dicken Mauern der Hammerſchlag des noch fleißig in der Werkſtatt arbeitenden Meiſters, wel⸗ cher keine Geſellen hielt und darum allein die Arbeit gewältigen mußte. Der hohe, braune Schrank an der einen Wand warf einen langen, dunkeln Schlagſchatten dahin und das ſchwarz gefärbte Deckengebälke vermehrte die Düſterheit des Wohnzimmers, in welchem jetzt die Wanduhr unter lautem Schnarren des hölzernen Räder⸗ werks die achte Stunde verkündete.
Da hob die Mutter an:„Heinrich, geh' hinauf


