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Die Nachbarn : eine Jugend- und Volks-Erzählung / von Gustav Nieritz
Entstehung
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ins Branntweinglas ſteckt, und das Zittern Eurer Hände

Was geht Euch meine Naſe was meine Fnd⸗ an? unterbrach den Strafprediger der erzürnte Seifen⸗ ſieder.Steckt doch um Himmelswillen Eure Naſe nicht in Dinge, die Euch nichts angehen. Wenn Ihr nicht auf der Stelle Eurer Wege geht, ſo werde ich Euch we⸗ gen Bruch des Hausfriedens verklagen. Iſt's Euch ein Ernſt, mir zu helfen: nun ſo leihet mir etliche Hundert Thaler oder nur einen einzigen, damit ich mir wenigſtens einen vergnügten Tag dafür machen kann.

Das hieße einen Tropfen Waſſers auf einen glü⸗ henden Stein gießen erwiederte Meiſter Hüfner, dem allgemach warm an der Stirne wurde.Mein Thaler würde ſich in Euern Händen zu Lagerbier, zu Branntwein oder Wein verwandeln, der in Euern Ma⸗ gen hinabflöſſe und Euch den Kopf noch wüſter machen würde.

Nun, ſo ſchert Euch zum Guckuck! ſchrie der Sei⸗ fenſieder, indem er zornig mit der Fauſt auf den Tiſch ſchlng. Die Erſchütterung davon war ſo ſtark, daß die irdene Kaffeekanne, welche Frau Freund indeß auf den Tiſch geſtellt hatte, umfiel, den Deckel ſo wie ein Stück aus dem Halſe verlor und überdieß ihren braunen In⸗ halt verſchüttete. Dieſer Umſtand ſteigerte Freunds Zorn bis zur höchſten Wuth, in welcher er die Kaffee⸗ kanne erfaßte und nach dem Nachbar warf.

Da gerieth auch der Kupferſchmidt in Wallung