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An das Jahr 1807. ſchloſſen ſich noch ſechs andere der ſchmähligſten Knechtſchaft Deutſchlands durch die Fran⸗ zoſen. Im Jahre 1813. erſt wetzte die Völkerſchlacht bei Leipzig die Scharte von Auſterlitz und der anderen gegen Napoleon verlornen Schlachten aus. Das von der Fremd⸗ herrſchaft ſo lange in Sklavenketten gefeſſelt geweſene Deutſchland athmete wieder frei auf und ſeine Väter und Söhne ergriffen wie ein Mann die Waffen, um die Frei⸗ heit ihres Vaterlandes durch ihr Blut zu befeſtigen und eine Wiederkehr der bisherigen Unterdrückung zu verhüten. Auch Hersfeld ſtellte ſeinen Beitrag an muthigen und ſtegsfreudigen Vaterlandsvertheidigern. Unter denſelben befanden ſich der junge Harter, der ehemalige Huſaren⸗ leutnant, Andreas Simon und Valentin Woller, ja ſo⸗ gar des Erſteren Vater nahm die längſt abgelegte Sol⸗ datenwürde wieder an und zog als erfahrener Artilleriſt mit zu Feld. In der Schlacht kämpften ſie tapfer, da⸗ dagegen bewieſen ſie ſich, dem Beiſpiele des edeln Lingg nacheifernd, deſto menſchenfreundlicher gegen den überwun⸗ denen Feind und gegen die friedlichen Bewohner des feind⸗ lichen Landes. Unverſehrt und ſiegreich kehrten die vier eben genannten Hersfelder nach beendigtem Freiheitskampfe in die liebe Heimath zurück, wo ſie die Waffen mit den nutzbringenden Werkzeugen des Friedens vertauſchten und ein genügſames und darum freudenvolles Leben führten.
Im Jahre 1819. überſendete der Kurfürſt von Heſſen, Wilhelm I., dem Retter Hersfelds das Adelsdiplom nebſt einem eigenhändigen, belobenden Schreiben, das ihm den Namen Lingg von Linggenfeld ertheilte. Ueberdieß ſchmückte


