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ſollteſt du mir, daß ich auf einen Spar⸗ und Nothpfen⸗ nig halte.“
„O Bold“— bat die Frau ängſtlich— bedenke doch, daß man jedes deiner Worte drüben hören kann. Wenn dich nun Wollers wegen deiner Schimpfreden ver⸗ klagten?“
„Ei was!“ ſchrie Bold—„In meinen vier Pfählen kann ich reden und thun, was mir beliebt, und wem das nicht gefällt, mag ſich fortſcheeren. Winſele mir nicht die Ohren voll, Frau! oder es ſetzt etwas Warmes. Ich bin gerade, wie ich ſein ſoll.“
Hier miſchte ſich eine erſt klagende, dann weinende Kinderſtimme in den ehelichen Zwiſt und Frau Bold hob flehend wieder an:„Ich bitte dich um Gotteswillen, Bold, ſchone wenigſtens unſer armes, elendes Kind.“
„Ich habe es nicht elend gemacht“— rief Bold trotzig aus.—„Daran iſt deine Kinderzucht allein ſchuld. Aus der Haut möchte ich fahren.“
„O mein Gott!“ ſchluchzte Frau Bold—„auch dieſer Vorwurf noch zu meinem ohnehin großen Jammer!“
Da klopfte Frau Woller mit den Fingerknöchel an die dünne Ziegelwand und ſprach bittend:„Lieber Herr Nachbar, unſere kleine Linel liegt in einem heftigen Wund⸗ fieber und möchte gern ein wenig ſchlafen. Bitte, ſchenken Sie dem Kinde einige Ruhe.“
Darauf wurde es drüben ſtill und nur gedämpft brummte Bolds Stimme noch eine Weile fort. Frau Woller aber ſprach, indem ſie ſich wieder an Linchens La⸗ ger hinſetzte, zu ſich ſelbſt:
Lingg von Linggenfeld.
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