ſein Bündel Noth zu tragen. Sein einziger Sohn Maurice
thut oft das Gegentheil von dem, was ſein Vater wünſcht
. und befiehlt, und das kränkt den alten Herrn von Lünette
nicht wenig.“
Hier pochte es an die Stubenthür und auf das„Herein!“ der Frau Malmier trat ein langer, hagerer Mann herein, welcher in der einen Hand einen alten Spieß und in der andern eine kurze Tabakspfeife von weißem Thon trug.
Sein vormals ſchwarzes Haar war bereits mit vielem Weiß
vermiſcht und die Falten ſeines gebräunten Geſichts deuteten
auf ein vorgerücktes Alter hin.
„Guten Morgen, Frau Malmier!“— ſprach er grüßend—
„Habt Ihr noch kein Feuer, an welchem ich meine Tabaks⸗
pfeife anzünden könnte? Mein Feuerſchwamm will nicht
fangen, obſchon ich mir bald den Feuerſtein und die Finger mit dem Stahle zerſchlagen habe. Ob ihn der Morgen⸗ nebel feucht gemacht hat oder ob ihm der Salpeter fehlt, weiß ich nicht. Kann ich Euch mit einer Priſe aufwarten,
Frau Nachbarin?“
Der Mann zog eine mächtige, runde Schnupftabaksdoſe hervor, welche er öffnete und der Frau Malmier hinhielt?“ „Es iſt zwar kein theurer Saint Omer—“ ſprach er
dabei— ſondern nur eine fimple Carotte, wie ſie ein armer
Flurſchütze von Miraille ſich erzeugen kann. Aber ein Schelm
giebt mehr und beſſer, als er hat.“
Frau Malmier langte mit dem Daumen und Zeigefinger ihrer rechten Hand in die Doſe und ſchnupfte dann zimper⸗ lich. Hierauf nickte ſie dankend und ſprach:„Feuer habe ich noch nicht; allein ich gehe, Euch ſolches anzuſchlagen.


