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kins, bleich vor Schreck—„O mein Gott, was werde ich hören müſſen! Hat ſie durch Henkershand geendet? Redet, und wenn Ihr mir auch den Dolch ins Herz ſtoßen müßtet.“
„So weit iſt's nicht gekommen“— beruhigte Simp⸗ ſon—„wiewohl Euer Weib auf dem geraden Wege zum Galgen war. Gegenwärtig iſt ſie auf dem gera⸗ den Wege nach— Botanybai und zwar auf dem Schiffe, neben welchem das Eurige vor Anker gegangen iſt. Dort ſah ich Euch ankommen.“
„Ich muß mein Weib ſprechen“— rief Wilkins eilig aus—„ihr ins Gewiſſen reden— ſie mit dem Nöthigen verſehen, wenn ich ſie nicht von der Depor⸗ tation loskaufen kann. Vielleicht läßt ſich der Capitain zum Warten bewegen, bis ich die Entſcheidung über ihr Schickſal bei der Regierung eingeholt habe. Auf! auf! bevor es zu ſpät wird.“
Wilkins ſtürmte aus der Taverne. Langſamer folgte ihm Simpſon nach.„Ja, ja“— ſprach er unterwegs vor ſich hin—„verſuche es nur bei dem Capitain, mein lieber Wilkins! dich bewarten! Ha! der Wind hat ſich gedreht! Er bläſt vom Lande in die See! Zu ſpät! zu ſpät! Ah, ſieh! ſieh!“
Damit meinte Simpſon das Schiff, welches mit voll⸗ gebläheten Segeln den Hafen verließ und die Deportir⸗
ten davon führte. Seine im Winde flatternden Wimpel
winkten den letzten Abſchiedsgruß zurück. Noch ehe Wil⸗ kins ein Boot beſteigen konnte, war es ſchon in uner⸗ reichbare Ferne fortgerauſcht.


