und an mehreren Stellen vrcjliß S des Knaben ganzer Körper von Unordnung und Vrrnachlaſſigung zeugte.
„Pfui, wie ſiehſt Du aus!“ rief Fannh dem Knaben zu.„Ei, wie würde meine Großmutter ſchelten, ſähe ſie Dich alleweile! Und tüchtig auszanken würde Dich mein Großvater, weil Du ohne Gruß und Dank von ihm fort⸗ gelaufen biſt. Das iſt gar nicht hübſch von Dir geweſen. Schäme Dich!“
Wirklich ſtieg hier in Eduards bleichem Antlitz eine ſchwache Röthe der Scham auf, die jedoch ebenſo ſchnell wieder verſchwand.
„Iſt Deine Mutter daheim?“ fragte der Knabe.„Führe mich zu ihr, ich muß mit ihr reden.“
„So ſchmuzig, wie Du ausſiehſt“— verſetzte das Kind—„darfſt Du nicht vor ſie hintreten. Wie kannſt Du n etwas an Dir leiden?“
Anſtatt zu antworten, blickte ſich Eduard forſchend um und als er in der Nähe eine kleine Waſſerlache ſah, ſo ging er, ſein Antlitz und ſeine Hände darin rein zu waſchen. Bei ſeinem Zurückkommen ſprach Fanny:„So! nun ſiehſt Du doch eher einem Menſchen ähnlich. Aber Dein Haar— nein, da iſt doch ein Spatzenneſt nichts dagegen!“
Fanny nahm ihren kleinen Kamm aus ihrem Haar und begann Eduard zu kämmen und dabei ſo arg zu raufen, daß der Bube ſchmerzvolle Geſichter ſchnitt, jedoch geduldig den kleinen Friſeur ſchalten ließ. Nachdem die Friſur zu Stande gebracht war, muſterte Fanny den Knaben vom Kopf bis zu den Füßen.


