31 . ſich dazwiſchen werfenden Dragonerunterofficier unſrer Armee noch glücklich abgewendet wird.“
„Ob die Exeellenz noch dem jungen Officier auf dem Bilde ähnelt, kann ich nicht behaupten“— erwiederte Hau⸗ thal—„getroffen aber iſt das Geſicht des Reiterunter⸗ officiers, der für den Leutnant den Säbelhieb auffängt, nicht; nur die Montur ſieht derjenigen meines ehemaligen Regiments gleich.“
„So hätteſt du des Kriegsminiſters Retter gekannt?“ fragte der Adjutank eifrig.
„Ich werde doch“— verſetzte Hauthal, indem er ſeinen Blick raſch an der Seite ſeines Körpers hinuntergleiten ließ, wo ihm der Arm fehlte—„war er doch mein Kamerad
und von meiner Eskadron!“
„Der Herr General und jetzige Kriegsminiſter“— fuhr der Adjutant fort—„hat ſich damals nicht um ſeinen Ret⸗ ter kümmern können und ſpäter nie wieder etwas von demſel⸗ ben erfahren. Außerdem würde er ſich gewiß ſehr dankbar gegen den Mann bewieſen haben, der den ihm zugedachten
Todesſtreich glücklich auffing.“
„Dankbar?“ ſprach Hauthal kopfſchüttelnd.—„Das glaube ich nicht. Hat doch die Excellenz die kleine, ihr nichts als ein einziges Wort koſtende Bitte— uns abgeſchlagen, die wir beide in jener Schlacht unſere Gliedmaßen für das Vaterland verloren haben.“
„Wahrſcheinlich iſt's“— meinte der Adjutant,„daß der Retter der Excellenz unter dem empfangenen Streiche ge⸗ blieben iſt, denn er hat ſich niemals als ſolchen gemeldet und ſein Verdienſt geltend gemacht. Oder kannſt du mir


