die Todte ein recht ſchmerzliches Geſicht, ſeitdem das Wort „Armenbehörde“ über deine Lippen geſchlüpft iſt?“ „Still, Thomas!“ ſprach Pommrich.„Kennſt du mich ſo wenig, daß du nir ſo Schlimmes zutrauſt? Das Wort trat mir ohne meinen Willen auf die Zunge. Nein, nein, deine Jette ſoll ein ehrenvolles Begräbniß haben. Dafür laß mich mit ſorgen. Du aber, Guſte, haſt eine Mutter verloren, wie ſie nicht oft zu finden iſt. Darum ſind deine Thränen gerecht. Werde einmal wie ſie, und die Seelige wird dir freudig vom Himmel zulächeln. Vergiß aber nicht über deinem Schmerze, daß du noch einen Großvater be⸗ ſitzeſt, welcher deiner Dienſte bedarf und dich nicht weniger 5 wie deine geſtorbene Mutter. Aber laß ſie nun ruhen
nd ſtöre ſie nicht länger durch dein Jammern. Komm herein in die Stube.“
— Als die drei die Kammer verlaſſen hatten und ſich in
dem Stübchen befanden, ließ ſich draußen eine Stimme
vernehmen, welche die Klänge einer Trompete nachahmte.
„Da kommt auch noch der luſtige Hauthal!“ ſprach Pommrich.„Nun iſt Infanterie, Artillerie und Kavallerie wieder beiſammen. Was er ſagen wird, erfährt er Jettens plötzlichen Tod!“
„Es ritten drei Reiter zum Thore hinaus“— ſang es durch die aufgehende Stubenthüre luſtig herein—„trari trara!“ Ein großer, ſtarker Mann, mit nur einem Arme und in dem Rocke eines Kavalleriſten, trat herein und ſprach:„Ha! da finde ich auch meinen 36 pfündigen Kano⸗ nier von der neunten Batterie! Hilf Trenſen und Kan⸗
tharen! Nun kann die Bataille beginnen, nachdem alle
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