der Baſtion und deren Raume umher. So trieb er es einige Tage, ohne jedoch ſeine junge Samariterin wie⸗ der zu ſehen. Dann verſchrieb ihm der Arzt eine Arz⸗ nei, nach deren Genuſſe er ſich unwohler als bisher fühlte. Es bemächtigte ſich ſeiner eine Schlafſucht, die faſt unnatürlich zu nennen war und die ihn bald in„ einen bewußtloſen Zuſtand verſetzte. „Der Prinz liege im Verſcheiden—“ durchlief das Gerücht die Feſtung.„Er ſei geſtorben—“ ſpäter. Wirklich ward Horſa eingeſargt, nachdem der Kom⸗ mandant und die vornehmſten Beamten der Feſtung von ſeinem Ableben ſich überzeugt hatten. Der Eilbote, wel⸗ cher an den Fürſten abgeſendet wurde, kehrte mit dem Befehle zurück, die Leiche des Prinzen in der Stille auf dem Friedhofe der Feſtung zu begraben, was auch geſchah. Röſel weinte bittere Thränen dem jungen, ſchönen Prinzen nach, der noch kurz vor ſeinem Ende ſo dank⸗ bar ihr die Hand gedrückt hatte.
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Druck der Hofbuchdruckerei in Altenburg.


