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„Wo denkſt du hin, Georgine?!“ erwiederte Ma⸗ rianne—„der junge Mann kann höchſtens 26 Jahr alt ſein und ſollte ſchon einen Kahlkopf beſitzen?“
„Wer ſagt das?“ fragte Georgine.„Kann es nicht eben ſo gut feuerrothes Haar ſein, welches die ſchwarze Haartour verbergen ſoll? Faſt möchte ich mit dir deshalb wetten.“
„Gut! ich wette mit dir um 3 Flaſchen Champag⸗ ner, daß dieſes ſchwarze Haar kein falſches iſt, mag nun im Gegentheile ein Kahl⸗ oder Rothkopf darunter ſtecken.“
„Hat der Herr Oberkammerherr deinen Keller ſo reichlich mit Champagner verſehen—“ ſtichelte Geor⸗ gine—„daß du gleich drei Flaſchen auf die Haartour eines Friſeurgehilfen wetteſt?“
„Hm! biſt du neidiſch, mein Kind? Haſt du nicht deinen Oberſten? Verſorgt dich derſelbe weniger reich⸗ lich als mich der Oberkammerherr? Freilich thut's der Letztere nicht auf Koſten ſeines Beutels, ſondern des fürſtlichen Kellers.“
„Still davon jetzt!“ lispelte Georgine.—„Doch ſprich, wie wollen wir die Wette zur Entſcheidung brin⸗ gen?“
„Nichts leichter als das!“ entgegnete Marianne. „Laß mich nur machen. Späteſtens in drei Tagen wol⸗ len wir im Klaren ſein.“
Da dieſes Geſpräch leiſe geführt wurde, ſo vernahm auch Horſa nichts von demſelben; ſonſt würde er ſeine Maaßregeln darnach getroffen haben.
Am nächſten Tage jubelte das Volk. Fürſt Ottokar hatte die Schlacht⸗, Salz⸗ und Kopfſtener aufgehoben, die Grundſteuern um die Hälfte herabgeſetzt. Das war


