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grünen Weinreben umrankt war. Die Thüre war ver⸗ ſchwunden, indem ein altmodiſcher Wandſchrank dieſelbe verdeckte, welcher mit der Thüre zugleich in der Angel ſich drehte und ſomit jede Spur eines verborgenen Aus⸗ ganges verbarg. Dagegen ſchritt durch die andere Thüre mit leiſen Tritten ein kleines, etwas verwachſenes Männ⸗ chen in einem lichtgrauen, weißbeſtäubten Anzuge herein, das ſich tief vor dem Ex⸗Fürſten verneigte und dieſen mit einer ſchalkhaft lächelnden Miene in ſeiner Wohnung willkommen hieß.
„Wer ſind Sie?“ fragte Horſa.„Und wo bin ich?“
„Ich bin, wie mein Freund Seifried hier, Euer Durchlaucht unterthänigſter Diener und gedenke, ſtets ein ſolcher zu verbleiben, wenigſtens im Herzen—“ er⸗ wiederte das Männchen.„Zugleich bin ich der Hof⸗ theater⸗Friſeur Scholle und dieſe meine Wohnung iſt ein Auswuchs des großen Theatergebäudes. Vor allen Dingen jedoch bitte ich Ew. Durchlaucht zu Dero Siche⸗ rung hier auf dieſem Stuhle Platz zu nehmen und ſich gnädigſt einer unſchuldigen Umwandlung zu unterziehen, die von der dringendſten Nothwendigkeit geboten wird. Wir haben jetzt keinerlei Störung zu befürchten, ſinte⸗ mal Alles, was Beine beſitzt, hingelaufen iſt, um das neue goldene Kalb anzubeten, welches das Volk, anſtatt in's gelobte Land, in die Tinte führen wird.“
Nachdem Horſa Platz genommen hatte, hing ihm Scholle einen Pudermantel um.„Und damit Eurer Durchlaucht die Zeit nicht lang werde, ſo bitte ich Höchſt⸗ dieſelbe, dieſes Büchlein durchzuleſen.“
Neugierig öffnete der Fürſt das dünne, vielbegrif⸗ fene Buch. Es war das Wanderbuch eines Friſeurge⸗


