rief er.„Eine Rechnung muß vorhanden ſein oder es gäbe an meinem Hofe die lüderlichſte Wirthſchaft.“ Bald blätterte nun der Fürſt in einem hohen Stoße von Büchern, Rechnungen, Belegen und Quittungen. Es war ein Augiasſtall, den er reinigen wollte. Soviel erſahe er, daß in der kurzen Zeit ſeiner Regierung be⸗ reits ſehr große Summen auf ſeinen Hofhalt verwendet worden waren. „ Tief erröthete er vor Scham, wie vor Zorn. „Alles für mich einzelnen Menſchen!“ klagte er. „Und welches Glück— welche Freuden habe ich dafür eingetauſcht? Ha! ich will aber auch—“ 5 Sein Selbſtgeſpräch wurde durch den raſchen, un⸗ angemeldeten Eintritt des Adjutanten von Strauchwitz unterbrochen, welcher auf den Fürſten mit dem Rufe „Ew. Durchlaucht! man will Sie entthronen!“ „Mich?“ fragte Horſa erſtaunt.„Wer will das? Warum? Wie?“ „Der Prinz Ottokar, von weiblicher Seite mit dem verſtorbenen Fürſten verwandt—“ verſetzte Strauchwitz. „Erſt neuerdings hat er ſeine Anſprüche erhoben und ſich zu deren Durchſetzung mit dem Großherzoge von Triptis verbunden. Man hat die Sache geheim gehal⸗ ten, bis ſie zur völligen Reife gediehen iſt. Ihre Per⸗ ſon ſelbſt iſt mit Verräthern umgeben, welche gefliſſent⸗ lich Ew. Durchlaucht die drohende Gefahr verheimlichten. Ohne vorhergegangene Kriegserklärung iſt Prinz Ottokar bereits mit einer großherzoglichen Armee in Ihr Gebirgs⸗ land eingefallen—“
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