Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
Entstehung
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Wirklich ſetzten die Männer in Horſa's Worte keinen Zweifel, denn die voll Scham erröthende Mutter mit dem reizende Kinde auf dem Arme glich eher einer Madonna als einer Bäuerin.

Einer der Ankömmlinge richtete jetzt einige leiſe ge⸗ ſprochene Worte an Horſa, welcher hierauf laut erwie⸗ derte:Ich ſtehe Ihnen zu Dienſten, meine Herren, nachdem Sie mir vorher geſtattet haben werden, meine Pferde auszuſpannen und in den Stall zu bringen.

Für dieſe Arbeit fanden ſich jedoch ſo viel dienſt⸗ willige Hände, daß Horſa jener ſich überhoben ſahe.

Sei ruhig, liebes Weib! tröſtete dieſer ſeine be⸗ ſorgte Gattinerweitere Deinen Abendtiſch für unſere Gäſte und ſende Deinen Vater, ſe wie er von der Sie⸗ derei kommt, zu mir.

Die Tenne der Scheune S jetzt der Andienzſaal, in welchem Horſa die Geſandten ſeines vormaligen Vol⸗ kes empfing.

Vernehmen Ew. Durchlaucht hob der Sprecher zu dem ſchlichten Bauer anwie es gegenwärtig um Ihr Vaterland und das Land Ihrer Vorfahren ſteht. Schwer hat der jetzige Fürſt das Land für das an Ih⸗ nen begangene Verbrechen des ſchwärzeſten Undankes bü⸗ ßen laſſen. Unter der Laſt faſt unerſchwinglicher Abga⸗ ben, unter der launenhaften Willkür einer nicht volks⸗ thümlichen Regierung, unter dem Drucke wechſelnder, nur auf ihre ſchnelle Bereicherung bedachter Günſtlinge, un⸗ ter dem ſchädlichen Beiſpiele feiler Maitreſſen ſteht Ihr Vaterland an dem Rande des Abgrunds. Ihr kinderlos gebliebener Nachfolger, geiſtig und leiblich entnervt durch den Einfluß niedriger Leidenſchaften, ſieht täglich ſeiner