ſich. Das wahre Glück beſteht in einem ruhigen Gewiſ⸗ ſen und in der Glückſeligkeit nach dem Tode. Beides erlangen wir, wenn wir den guten Willen unſers Gottes erfüllen. Wollen wir dies, ſo müſſen wir Gott und ſei⸗ nen Willen kennen lernen. Zwei Wege ſtehen uns offen, auf denen wir zur Gotteserkenntniß gelangen. Der eine, der kürzeſte und leichteſte, liegt hier vor uns: die Bibel. Der andere Weg iſt lang, beſchwerlich, oftmals dunkel und ohne Wegweiſer mit Sicherheit nicht immer zu fin⸗ den. Dieſer Weg heißt die Natur. Nehmen wir aber die Bibel als Wegweiſer zur Hand, ſo wird ſie zur weit hin ſtrahlenden Leuchte, bei welcher wir das Buch der Natur klar und leicht zu leſen und zu verſtehen vermö⸗ gen. Wer, die Bibel verachtend, nur den Weg der Na⸗ tur verfolgen will, um Gott und deſſen Willen zu erken⸗ nen, gleicht einem Menſchen, der eine Kunſt oder ein Handwerk ſich aneignen will, aber anſtatt einem Meiſter ſich anzuvertrauen, aus ſich ſelbſt alle die Handgriffe, Er⸗ fahrungen und Entdeckungen zu erlernen meint, welche ſeit dem Beſtehen des Menſchengeſchlechts in der von ihm erwählten Kunſt gemacht worden ſind. Um von uns den Vorwurf Hiobs: daß Gott, ungeachtet der großen, von ihm gethanen Dinge, von uns nicht erkannt werde, ab⸗ zuwälzen, laßt mich Euch in dieſer Stunde einige große Dinge Gottes vor Eure Angen führen. Der großen Dinge Gottes mehrere ſind in uns ſelbſt enthalten. Da⸗ hin gehört unter Anderen das Blut, deſſen Entſtehung, Beſchaffenheit und Kreislauf. Alles, was wir eſſen und trinken: farbloſes Waſſer, weiße Milch, weiße Semmel, weiße Rüben, grüner Kohl und grüner Sallat, gelbe Eier und gelber Kuchen, rothe Kirſchen und blaue Hei⸗
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


