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Wald nur um wenige Schritte von dem vorgezeichneten Wege abwich, verſank in eine der unzähligen, angebrachten Wolfsgruben. Das Schloß ſelbſt war mit tiefen Gräben, hohen und dicken Mauern, mit großen und kleinen Thür⸗ men, mit Zugbrücken und einem Gitter von ſtarken Eiſen⸗ ſtangen umgeben. Außerdem hatte Ludwig die Mauer⸗ kronen mit wagerecht angebrachten Eiſenſpitzen verſehen laſſen, um das Erſteigen zu verhindern. Gleiche Hinder⸗ niſſe befeſtigte man an dem Rande der Gräben, die dadurch unzugänglich gemacht werden ſollten. Ueberdieß befanden ſich allerorts eiſerne Schilderhäuschen, von welchen aus man, ohne ſelbſt geſehen zu werden, auf Jeden ſchoß, wel⸗ cher unvorſichtig dem Schloſſe ſich näherte. Dieſes beſaß in ſeinen ſtarken Mauern nur eine geringe Anzahl enger, vergitterter und hochangebrachter Fenſter, die dem ganzen Bau ein trauriges Anſehen verliehen und deſſen Inneres düſter machten. Der Schloßhof war mit zwei Reihen ſtar⸗ ker Eiſenketten umzogen, an welchen ſchwere Kugeln und Ringe gereihet waren, um ſolche an die Füße zu legen. Dieſe nannte man ſpöttiſcherweiſe die Töchterchen des Kö⸗ nigs. Vierzig Armbruſtſchützen hielten, Tag wie Nacht, Wache in dem Schloßgraben und hatten Befehl, auf Jeden zu ſchießen, welcher vor Oeffnung des Thores dem Schloſſe nahe kommen würde. Das Letztere geſchah erſt ſpät am Morgen. Da Ludwig XI. ſeinen eigenen Landeskindern nicht traute, ſo ließ er das Innere ſeines Schloſſes durch vierhundert fremde Söldner, durch ſchottiſche Bogenſchützen, bewachen, welche die Thore beſetzt hielten, jeden Eingehen⸗ den genau durchſuchten und häufige Patrouillen machten.
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