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„Hm! ſonderbar!“— brummte Popp vor ſich hin —„der ſchwarze Tod löſet den Leuten die Zunge, daß ſie ausſagen, was ihnen ſelbſt die Tortur nicht ausge⸗ preßt haben würde und das ſie gern mit in's Grab ge⸗ nommen hätten. Ich komme, mein Junge! Der Tod hebt ja allen Groll auf.“
Als Friedbert und Popp in des Mälzers Wohnung traten, kam ihnen Margarethe weinend entgegen.
„Der Ohm iſt ſchon todt!“— klagte ſie.—„Er hat es noch ſchwer bereuet, Popp falſch angeklagt und nicht beſſer für unſre Mutter und uns geſergt zu haben.“
„Hier war's alſo wirklich zu ſpät!“— herſehle Popp—„darum, o Menſch! verſchiebe deine Buße nicht, denn raſch tritt der Tod den Menſchen an. Zumal der ſchwarze! Ich vergebe dir“— fuhr er, zu der Leiche
tretend, fort—„armer Mann! Der Durſt nach Reich⸗
thum machte dich Selig ſind die Armen hier und dort.“
„Und Johannes wird's auch nicht mehr lange trei⸗ ben“— ſprach Margarethe.—„Er aber freut ſich auf ſein Ende, weil er im Himmel nicht lateiniſch lernen und nicht ſtudiren müßte. Dort wären— ſpricht er— auch keine garſtigen Klöſter und keine Mönche, ſondern eitel Luſt und Freude und Engelein mit Flügeln. Er hat mir ordentlich Luſt zum Sterben gemcht..
„Und die Mälzerin und ihr eitles Töchterlein——
wo ſind Sfragte Popp, ſich überall unſchauen.


