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Zilia, die Peruanerin / nach dem Französischen von C.F. Mandieu
Entstehung
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237 ſten entgegen ſtehen, die mich beleidigen und ich niemals billigen werde.

Weil aber eine falſche Hoffnung Sie ver⸗ fuͤhrt, und Sie von meinem Vertrauen und dem Zuſtand meiner Seele einen Mißbrauch machen, ſo muß ich Ihnen ſagen, daß meine Entſchließun⸗ gen bei weitem unerſchutterlicher, als die Ihri⸗ gen ſind.

Schmeicheln Sie ſich nicht vergebens, mei⸗ nem Herzen neue Ketten anzulegen. Mein ge⸗ taͤuſchter Glaube entbindet mich nicht meiner Schwüre, wollte Gott ſie ließen mich den Un⸗ dankbaren vergeſſen, vergaͤße ich ihn aber auch, wuͤrde ich treu meiner ſelbſt, nicht meineidig ſein. Der grauſame Aza verlaͤßt ein Gut, das ihm theuer war, ſeine Rechte uͤber mich ſind deshalb nicht weniger heilig. Ich kann von meiner Leidenſchaft geneſen, aber auch keine Andere, als nur fuͤr ihn hegen. Aber alle Gefuͤhle, welche die Freundſchaft einflößt, ſind Ihnen gewidmet, Sie werden ſie mit Nieman⸗ dem theilen, ich bin ſie Ihnen ſchuldig, und