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Zilia, die Peruanerin / nach dem Französischen von C.F. Mandieu
Entstehung
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Wo iſt ein Volk grauſam genug, um nicht von den Zeichen des Kummers bewegt zu wer⸗ den? welche unfruchtbare Einoͤde hat Menſchen aufwachſen ſehen, unempfindlich gegen die Stimme der ſeufzenden Natur? Die Unmen⸗ ſchen! Herr des Dyalpor 1), ſtolz auf die Macht zu erwuͤrgen, iſt Grauſamkeit der ein⸗ zige Wegweiſer ihrer Handlungen; Aza! wie wirſt Du ihrer Wuth entgehen? Wo biſt Du? Was machſt Du? Wenn Dir mein Leben lieb iſt, ſo unterrichte mich von Deinem Schickſal.

Ach! wie hat das Meinige ſich verändert, wie iſt es moͤglich, daß Tage, ſo aͤhnlich ein⸗ ander, und doch in Hinſicht unſerer ſo traurig verſchieden ſein können? Die Zeit verſtreicht. Die Dunkelheit folgt dem Lichte, keine Unord⸗ nung iſt in der Natur ſichtbar, und doch bin ich vom hochſten Gluͤck in die grauenvollſſte Verzweiflung geſtuͤrzt, ohne daß der kleinſte Zwiſchenraum mich auf dieſen ſchrecklichen Wechſel vorbereitet haͤtte. Du weißt es, Gluͤck meines Lebens! daß dieſer fuͤrchterliche, mir