161
„So ſchrieb mir mein Bruder.— Ich legte den Brief zuſammen und ſtand dann lange am Fenſter, hinaus⸗ blickend in die Schauer der Nacht. Es war ein ſehr ſtuͤrmiſcher Abend, und ich betete ſtill zum Himmel hinauf⸗ Da klopfte es an die Pforte, die ich ſo gern dem ermuͤdeten oder dem ver⸗ irrten Reiſenden öffnen laſſe, und ich rief meiner alten Haushaͤlterin, die Leuchte anzuzuͤnden und zu öffnen. Sinnend war ich noch ſtehen geblieben in dem ſchmerzvollſten Gefuͤhl uber den Hinfall von Arabella. Ich war von inniger Rührung ſo ergriffen, daß ich es kaum bemerkte, ob die Pforte ſich öffne, und ob Jemand herein komme; Gaſtfreundſchaft habe ich immer für eine der erſten Chriſtenpflichten gehal⸗ ten. Jetzt ſtuͤrzte meine alte Haushal⸗ terin herein mit der Leuchte, ſank faſt nieder und ſprach mit gebrochener Stim⸗
II. 11 *


