ernd und ſchweigend einigemal den Kopf; Bruno konnte bemerken, daß Thraͤnen aus ihren Augen im Mond⸗ licht glaͤnzten; er verbarg ſich noch tie⸗ fer in dem Gebuͤſch, und ſchwieg in frommer Ruhe. Jetzt ſtand ſie— das Alles konnte er wahrnehmen— auf, ſtreckte beide Haͤnde hoch zum Himmel empor, kniete dann nieder, und ſang mit einer Stimme, ach! und mit welch' einer Stimme: Was iſt das Leben? Ein Flatterſchein: Der Tod allein nur bleibet ja H Du armer Menſch, der Liebe ſuchet, und doch zuletzt dem Daſeyn fluchet!
Was iſt das Leben? Ein Wiberſchein Von ſchlau erſongenen Traͤumerei'n. Der Menſch erwuͤrget die Naturen, und zwecktos ſuchſt Du Himmelsſpuren!
Der Menſch war gebor'n ein Engelein; Die ganze Erde, ſie war ja ſein⸗
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