Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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ſend, deſſen von Rauch geſchwärztes Zimmer außer einigen alten Tiſchen und Bänken wenig Bequem⸗ lichkeit darbot.

Franz Wiedebach war nach ſeiner Gewohn⸗ heit ausgegangen und kam gewöhnlich erſt ſehr ſpät in der Nacht nach Hauſe, ohne jemals bei ſei⸗ ner Rücktehr zu ſagen, wohin er gegangen, noch woher er gekommen, oder was er überhaupt vor⸗ gehabt habe.

Während draußen der Sturmwind klagend

durch die Wipfel der Fichten und Tannenbäume pfiff und das elende Strohdach der Schenke zer⸗ zauſte, ſaß Barbara neben dem Kamine, in welchem

ein lebhaftes Feuer aufloderte; ihr ſtarrer Blick ruhte mit ſchwermüthigem Ausdruck und unbeweg⸗ lich auf der praſſelnden Flamme, die zuweilen von dem durch den Rauchfang herabbrauſenden Wind⸗ zug niedergevrückt wurde. Barbara war ein Weib von hoher Geftalt und erſchien trotz ihrem Alter noch ungebeugt, in ihren Zügen ſprach ſich Entſchloſſenheit aus und die Au⸗ gen, welche einſt ſehr ſchön und lebhaft geweſen ein mochten, haften noch immer einen Ausdruck, der ihrem Weſen einen Achtung gebietenden Anblick er wieder hingegangen ſein mag? mur⸗ inſame, indem ſie mechaniſch einige Holz⸗