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Endlich erlöſte ihn der Tod von ſeinem Schick⸗ ſal, er hatte ſeine Vergehungen durch aufrichtige Reue gebüßt, und als man den entſeelten Leichnam in die kühle Erde ſenkte, da ſtand Marie Geiſig geruhrt neben ſeinem Grabe, ſie faltete andächtig die Hände und betete mit bewegtem Herzen ein ſtilles Vaterunſer für die hingeſchiedene Seele.
Die gute Marie lebte nach dieſer Zeit noch lange in beglucktem Zuſtande und dachte noch oft⸗ mals an die trüben Zeiten zurück, welche ihre ge⸗ liebte Freundin Eugenie hatte verleben müſſen, deren Bekuͤmmerniſſe ſie mit redlichem und treuen Herzen getheilt hatte.


