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Meiſter Burkhard war ein thätiger und freund⸗ licher Mann, und beſaß bei ſeinem Vermögen ein fühlendes Herz und erwies gern den Hülfsbedürftigen Unterſtützung, und ſeine Gattin Marie half ihm mit Freuden an der Förderung ſeiner edelmüthigen Be⸗ mühungen.
Der Bierhof Burkhards war einer der belieb⸗ teſten in der ganzen Stadt; hier kehrten Fremde und Angeſeſſene gern ein, denn ſie durften ſich eines freundlichen Empfanges von Seiten der Wirthsleute verſichert halten.
Es war an einem rauhen und ſtürmiſchen Herbſttage, der Wind ſauſte ungeſtüm durch die zum Theil noch wüſte liegenden Gaſſen der Stadt, nur hier und da ſah man einen Fußgänger ſchnell dahin eilen, um ſo bald als möglich wieder unter ein ſchirmendes Obdach zu kommen; zudem war es ſehr finſter geworden, und wer mochte da wohl gern während der Nacht durch die verödeten Trümmer wandeln, welche an ein ſo ſchreckliches Schickſal der guten Stadt erinnerten? Da war ja faſt kein Platz, wo die wüthenden Huſſiten nicht unſchuldiges Blut vergoſſen, kein Ort, wo ſie nicht ein Denkmal ihrer beſtialiſchen Wuth und Mordſucht zuruͤckgelaſſen.
Die Pfarrkirche lag noch in Trümmer; hier war es am ſchrecklichſten hergegangen. Bei dem Eindringen der Feinde, welche alles niederhieben, was ihnen vorkam, hatte ſich die Geiſtlichkeit nebſt
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