S.
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der eingeäſcherten Burg friſcht ſie von Neuem in
„Gewiß, mein Vater,“ verſetzte der junge Mann,„ich werde jene Erinnerungen niemals ver⸗ geſſen, ſie ſind zu lebhaft bei mir und der Anblick
mir auf.“
Der Ritter von Hohenſtein, welchen wir nebſt ſeinem Sohne wieder erkennen und welcher einſt hier hart gefangen geſeſſen hatte, ſtieg über die zer⸗ ſtreuten Steine und Mauerſtücke hinweg, um den Gipfel des Burgberges zu erſteigen. Da gewahrte er plötzlich einen alten Eremiten an der andern Seite der Anhöhe, ſie ſtanden einander ſo nahe, daß ſie ſich durch Sprechen verſtändlich machen konnten.
Der Ritter grüßte den Greis, welcher, wie Jener jetzt bemerkte, einen hübſchen Knaben von etwa 14 Jahren bei ſich hatte. Der alte Wald⸗ bruder erwiederte den Gruß, worauf ſie bald in ein Geſpräch mit einander kamen.
„Es iſt hier nichts mehr zu ſchauen,“ ſagte der Einſiedler,„als ein Heer von Trümmern, die uns die Vergänglichkeit des Irdiſchen predigen. Da, wo jetzt das Gras wuchert, ſchritt früher der eiſen⸗ gepanzerte Ritter einher und in den eingeäſcherten Räumen ſtimmt jetzt das Käuzlein ſeinen laut an.“
„Es war eine Stätte des Verbrechens und des gröbſten Laſters,“ ſagte der Ritter von Hohenſtein,
„und Gott ſei Dank, daß dieſe Zeit vorüber Segangen Adam 15. Lieferung. 19


