Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Angehörigen beſchäftigt, die er nun bald wieder ſe⸗ hen ſollte. Ach, wie klopfte ſein redliches Herz bei *. dem Gedanken an die Heimkehr, und die Freude über ſein Glück ließ ihn ſich nicht an den elenden Elias Laufer erinnern, der ihn in ſeiner Noth ver⸗ aaſſen hatte, ohne auch nur das Mindeſte für ihn gethan zu haben. Das Pferd war ein tüchtiger Renner und trug ihn ſchnell ſeines Weges, da es jedoch nicht mehr zeitig am Tage war, beſchloß er in einer Schenke, 3 welche am Wege einſam lag, zu übernachten. 3 Das Wirthshaus hatte wenig, was ſich hätte dem Reiſenden als erwünſcht empfehlen können. Koſt und Getränke waren ſchlecht und der Beſitzer ein mürriſcher, ſchmuziger Mann, erweckte nebſt ſei⸗ ner Ehehälfte kein großes Vertrauen.

Hans Pflug hatte ſein Pferd in einen gegen⸗ über befindlichen Stall führen laſſen und ſaß eben beim Abendeſſen, als ein zweiter Reiſender anlangte. Es war dies Niemand anders als Elias Lauf er aus § Görlitz, und wie ſperrte er die Augen auf, als er

8 bei ſeinem Eintritt ſeinen von ihm ſo ſchmählich verlaſſenen Mitbürger ſitzen ſah; faſt glaubte et deſſen Geiſt zu erblicken und wähnte, der Talken⸗ ſieiner habe ihn bereits hängen laſſen, allein je län 2 ger er denſelben anſtierte, deſto