Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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ſagte Pflug gefaßt,behaltet Euer Geld, deſſen Ihr genug beſitzt und wozu Ihr durch Handel und Erbſchaften gelangt ſeid. Ich will meine Befreiung grade Euch am wenigſten zu verdanken haben. Wenn Ihr nach Görlitz kommt, ſo grüßt mein Weib und meine Kinder, und ſagt ihnen, daß ich als ein ehrlicher Mann und guter Chriſt im Begriff ſtänd, zu ſterben, denn ich ſehe keine Ausſicht auf Be⸗ freiung vor meinen Augen.

Als er dies ſagte, wandte er ſich hinweg und wiſchte eine Thräne aus ſeinen überlaufenen Augen.

Der Talkenſteiner hatte dieſen Auftritt mit dü⸗

ſterer Miene angeſehen, allein man konnte nicht mit

Gewißheit erkennen, welchen Eindruck derſelbe auf ihn gemacht hatte, er blieb finſter und befahl, die Gefangenen abzuführen.

Nach Verlauf von einigen Tagen erfolgte die Befreiung des Elias Laufer und als er ſeinen Fuß über die Zugbrücke des Talkenſteins geſetzt hatte, da war er auch bemüht, ſeinem Namen Ehre zu machen, er lief wie beſeſſen auf und davon, um recht zeitig in Görlitz einzutreffen.

Kaum war der ſeige Elias zum Burgthore

hinaus, als der Ritter befahl, den Gefangenen

Hans Pflug vor ihn zu bringen, was ſofort geſchah. 2

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