Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Wir kommen jetzt zur dritten und letzten Frage,

ſuhr der Burgherr fort. Welche Perſon betrifft Eure Sendung, an

wem iſt ſie gerichtet? Sprecht, und bedenkt, daß

eine eine längere Weigerung für Euch verderben⸗ bringend ſein wird, ja ſein muß. Von Eurer Erklärung wird alles andere abhängen.

Der Gefangene verzog keine Miene bei der Drohung des Ritters, er zeigte vielmehr eine un⸗ erſchütterliche Feſtigkeit.

Ich kann auf dieſe Frage ſo wenig antworten als wie ich es auf die beiden Erſteren gethan habe, die Angelegenheiten meines Vaters ſind zu wichtig, als das ich es wagen wollte, mich auch nur im Entfernteſten darüber auszuſprechen und darum werde ich kein Wort davon ſagen, ohne die Erlaub⸗

niß zu haben, lieber will ich die härteſten Prüfungen

erdulden und alles das über mich ergehen laſſen, was nur immer ein Menſch zu erdulden vermag. Der Ritter ſah jetzt jeden Verſuch ſcheitern, auf dem Wege der Güte etwas von ſeinem Gefan⸗ genen zu erlangen; er wurde darüber im höchſten Zorn verſetzt, und dem jungen Manne einen fürch⸗ terlichen Blick zuwerfend, ſagte er: Nun, ſo ſei es denn zu Ende, das Narten⸗ piel, was ich Euch gegenüber getriehen habe. 3