Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
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Dulude. Schr.

Deſormes. Wie! Sie ſehen nict die Un⸗ moͤglichkeit des Gelingens ein? Der Strom geht unaufhaltſam ſeinen Laufz wuͤrden Sie den Tho⸗ ren nicht auslachen der es vergebens verſuchte, ihm eine entgegengeſetzte Richtung zu geben?

Dulude. Aber haben Sie denn ganz ver⸗ geſſen, was Montaigne ſagt?Man ergraut an Jahren ohne deswegen um ein Haar weiſer zu werden: man geht immer vorwaͤrts, aber nach Art der Krebſe: der Gang des Alters iſt der eines ſchwankenden, ſchwindelichen Trunkenen*).

Deſormes. Montaigne ſpricht von Ein⸗ zelnen, die Maſſe aber altert nie.

Mad. Delwins. Lieber Onkel, wir wol⸗ len lieber an Ihre Anpflanzungen in Beaure⸗ gard denken.

Dulude. Du haſt Recht; wenn reiſen wir ab?

Mad. Delwins. uebermorgen.

Dulude. Wir muͤſſen Almire mitnehmen; er kann da bis zum Ablauf ſeines Urlaubs bleiben.

*) Essai de Montaigne L. III.