er hatte nicht laͤngſt erſt der Frau Herzogin von Duͤras wegen der Entée, einer Actrice der Oper, in welche er wie thoͤrigt verliebt war, und die in der Rolle der Ceres dieſe Leiden⸗ ſchaft bei ihm erweckte, den Abſchied gegeben, und man bat von nun an beide wie Mann und Frau zu Soupées*).“ Dieſer einzige Zug wuͤrde hinreichen uns die Sitten jener Zeit kennen zu lehren, wenn wir auch keine weitere Belege daruͤber hätten.
Die Grafin. Iſt das dieſe Seenin von Duͤras, welche ſich auf dem Balcon des klei⸗ nen Zimmers wo Ludwig der XIW mit der Maintenon ſpeiſte, den Mund aus ſpuͤlte, um der Welt dadurch glaublich zu machen, ſie ha⸗ be mit dem Koͤnige und deſſen Favorite zur Tafel geſeſſen?
Der Chevalier. Dies war ihre Schwie⸗ iKhen Doch hoͤren ſie weiter.„Frau von
Nesle hatte den Herrn von Montmorench zum Liebhaber und Riom war der Stifter dieſer Verbindung. Indeß hielt Riom es doch fuͤr
*) Briefe der Dem. Aiſſs S 134.


