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— Das gebe ich zu; aber es handelt ſich hier darum, es fuͤr Abweſende zu beweiſen.
Hr. von Montrieup. Dazu dient ja das Taufzeugniß, welches man ſo eben brachte. — Schoͤn; aber was beweiſt es? er von Wontrieut. Es beweiſt, daß. — Daß Ihr Knabe ein Madchen iſt: leſen Sie ſelbſt.
In der That, der Prieſter, getaͤuſcht durch den erſten Vornamen des Kindes, hatte das weibliche Geſchlecht angedeutet.*) Ganz
*) Nach der von den katholiſchen Prieſtern in Frank⸗ reich angenommenen Formel, haͤngt die Beſtim⸗ mung des Geſchlechtes von der Zuſetzung oder Weg⸗ laſſung eines einzigen Buchſtabens ab. In dem Auszuge aus dem Taufregiſter von Charlotte Ge⸗
noveva Luiſe Auguſte André Th himother d'Eon de Beaumont, las man die Worte:„n6 d'hier, a 6t6 paptis nous;“ ſo daß es ſchien, als haͤtte man von der Geburt dieſes beruͤhmten Men⸗ ſchen an, einen Zweifel uͤber das Geſchlecht deſſel⸗ ben begruͤnden wollen. In den Civilregiſtern iſt dagegen die Bezeichnung des Geſchlechtes beſtimmt und hier kein Irrthum durch einen orthographi⸗ ſchen Fehler moͤglich.


