— 199—
Baumwolle. Denn die Nationalvertretung mit einer blos berathenden Stimme iſt nichts als eine ſolche Baumwolle. Aber nicht wahr, Ihr werdet weiter gehn, und dann doch auch der Tatze ihr Recht wider⸗ fahren laſſen? Denn Unheil muß es erſt geben, Cla⸗ viere, ſonſt giebt es kein Heil.
Auch das Unheil wird in den Zug kommen! er⸗ wiederte Clavidre. Aber wir wollen uns zum Ab⸗ ſchied nicht weich machen. Auch komme ich wohl noch ſelbſt, um Dir eine nähere Anweiſung zu bringen. Lebe wohl.
Die beiden Freunde umarmten ſich nochmals, worauf ſich Clavière nun raſch entfernte.
Wir reiſen morgen nach Berlin! rief Mirabeau der zurückkehrenden Frau von Nehra ſchon in der Thür entgegen. Seine Stimme hatte lange nicht ſo friſch und heiter geklungen, und von ſeiner Stirn waren die Falten des Unmuths und der Verſtimmung, die Henriette noch vor Kurzem vergeblich zu beſchwören geſucht, ganz und gar verſchwunden..
Nach Berlin? fragte Henriette, verwundert in der Thür ſtehen bleibend, indem ſie mit einem glücklichen Lächeln die ihrem Freunde widerfahrene Umwandelung betrachtete.
Nach Berlin! wiederholte Mirabeau triumphirend. Setze nur Alles in Bereitſchaft. Meine ganze Horde, wie ich Ench immer nenne, kommt wieder mit. Gräfin Yet⸗Lie, der kleine Coco und Miß Sarah, alle wer⸗ den ſie mitgenommen.—
——


