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ſeinem Zimmer, das er ganz gegen ſeine ſonſtige Ge⸗ wohnheil ſchon ſeit einigen Tagen nicht verlaſſen hatte.
Mirabeau ſchien übeler Laune, und auf ſeiner ſonſt ſo leuchtenden und kühnen Stirn ſtanden dunkle Fal⸗ ten des Unmuths und der Verzagtheit, die man, ob⸗ wohl ſein Temperament wechſelnd und jedem Eindruck ausgeſetzt war, doch ſelten in dieſer Stärke bei ihm hervortreten ſah.
Henriette, die in ihrer Lieblingsſtellung auf einem Tabouret zu ſeinen Füßen Platz genommen hatte und mit einer Stickerei zur Zierde des kleinen Coco be⸗ ſchäftigt war, ſah von Zeit zu Zeit mit beſorgten und ängſtlichen Blicken zu ihrem Freunde empor, der in ein träumeriſches Hinſtarren verſunken war, und ihre Gegenwart kaum mehr zu beachten ſchien.
Mirabeau, ſagte ſie zu ihm, mit ihrer Arbeit inne⸗ haltend, und ſeinen Arm leiſe berührend, Mirabeau, warum biſt Du denn ſo ſtill und traurig geworden? Ich ängſtige mich ſehr, daß Dir irgend etwas ge⸗ ſchehen ſein möchte. Schilt mich lieber aus, grolle, tobe, wettere mit Deiner ſchönen Donnerſtimme, oder geh' etwas aus, beſuche ein Cafs, oder hole Einen Deiner Freunde zu einem Gang über die Boulevards ab, wenn Du mich nicht mitnehmen willſt. Auch in das Finanzminiſterium gehſt Du ſeit einigen Tagen nicht mehr. Mach' Dich doch auf. Einem ſo kräfti⸗ gen Mann, wie Du, iſt es gar nicht gut, ſo ſtillzuſitzen.
Du haſt Recht, ſagte Mirabeau mit einem an ihm ſeltenen Anflug von Weichheit, ich verſitze mich ſeit einigen Tagen in lauter paſſiven Grübeleien, die doch zu nichts führen können. Ein Glück, daß ich Dich habe, Henriette, biſt Du nicht meine Frau, mein Kind und meine Mutter zugleich? Du ſorgſt für mich, und jetzt möchte mich Dein lieber Zuruf wieder ermuntern
und zu mir ſelbſt bringen. Ich danke Dir, denn von


