Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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von Neuem für ihn günſtig und anerkennend zu ver⸗ einigen ſchien.

Das Bankett nahm nun erſt ſeinen eigentlichen Fortgang, und wurde, da ſich nur noch einige Sprecher mit kürzeren Reden und Toafts vernehmen ließen, jetzt beſchleunigter ſeinem Ende zugeführt. Mirabeau hatte jede Aufforderung zu ſprechen abgelehnt, und war da⸗ durch mit ſeinem Nachbar Clavidre, der ihn beſtändig zu treiben ſuchte, in einen freundſchaftlich ſchmollenden Conflict gerathen.

Wer ſo verſpätet wie ich zum Diner kommt, be⸗ merkte Mirabean, indem er ſich der vor ihm ſtehenden Schüſſeln eifrig bediente, hat mehr zu thun, als ſein Glück im Reden zu ſuchen. Auch haſt Du uns das Fahrwaſſer verdorben, Clavière, denn die himmliſche Glorie, die Du über das Deficit ausbreiten wollteſt, hat den Leuten doch nicht recht munden wollen, und Vielen im Saal ſcheint ganz wehe und übel davon ge⸗ worden zu ſein. Ich fürchte die Stimmung noch mehr gegen uns aufzuregen, wenn ich ſpreche, denn ich ſehe hier viele Gegner. Auch habe ich jetzt überhaupt mehr Feinde als je in Paris, welche ich mir durch meine Brochüre gegen die Diskontokaſſe auf den Hals ge⸗ hetzt habe. Weißt Du etwas Neues, Claviere? Meine beiden Schriften, ſowohl die gegen die Diskontokaſſe wie die andere über die ſpaniſche Bank, werden von der Polizei verboten werden, und zwar auf Anſuchen meines liebenswürdigen Gönners ſelbſt, des Herrn Finanzminiſters von Calonne?

Wer hat Dir das geſagt? fragte Clavière heftig. Es ſollte Dir noch für einige Tage ein Geheimniß bleiben.

Die Frau des Herrn Finanzminiſters hat es mir ſoeben anvertraut, um mir einen Beweis ihrer Freund⸗

ſchaft zu geben, erwiederte Mirabeau lächelnd.

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