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der Ueberzeugung ſeiner Zuhörer zu bemeiſtern ver⸗ ſtand, auszeichneten. Er ſprach zuerſt mit dem An⸗ ſtrich eines vollendeten Biedermannes von den Noth⸗ zuſtänden, die ſeit längerer Zeit in Frankreich eingeriſſen und die Geſellſchaft in allen ihren Schichten auf eine gefährliche und zum Theil nnabſehbare Weiſe bedroht hätten. Dann hob er mit einem auf ſeinem Geſicht aufblitzenden eigenthümlichen Lächeln hervor, was es im Staat und in der Geſellſchaft heiße, Geld zu haben, weil die richtige und überall genügende Vertheilung des Geldes zugleich der Ausdruck der wahren Har⸗ monie der Geſellſchaft ſei. An die amerikaniſche Frei⸗
heit geſchickt und mit bedeutſamen Accenten anknüpfend,
ſetzte er dann auseinander, wie die Freiheit in jenem Lande zugleich den Wohlſtand zu erzengen angefangen, und wie man dort Getreide, Brod und edle Metalle im Ueberfluß habe, während in Frankreich die Nah⸗ rungsmittel immer knapper und ſchlechter würden und die Ueberſchwemmung mit Papiergeld und Bankbillets eine Sündfluth hervorgerufen habe, in welcher die ganze Geſellſchaft längſt ertrunken ſein würde, wenn nicht ein edler ſchöpferiſcher Geiſt den Oelzweig ſeiner Einſicht und Erkenntniß über die Finanzen Frankreichs hinabgeſenkt hätte.
Dieſe mit vieler Discretion angedentete Huldigung für den ihm gegenüberſitzenden Calonne wurde im Saal bereits mit einem beifälligen Gemurmel aufge⸗ nommen, was dem Finanzminiſter ein Lächeln des Vergnügens auf ſeine Wangen trieb, und ihm das be⸗ glückwünſchende Zunicken einiger in ſeiner Nähe ſitzen⸗ den Mitglieder der Hofgeſellſchaft verſchafſte. Auch der General von Lafayette, der mit dem Miniſter näher befreundet war, und auf der einen Seite deſſelben neben ihm ſeinen Platz hatte, ſchien ihm jetzt hinläng⸗ liche Verbindlichkeiten darüber in's Ohr zu flüſtern.


