Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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ſchrecklichen Rückerinnerung von Neuem ſo erſchöpft, daß ſie mit dem Kopf wieder in das Sopha zurück⸗ ſank und einiger Momente zu ihrer Erholung bedurfte. Mirabeau trug ſeinem Seecretair auf, einige Riecheſſen⸗ zen herbeizuholen, und zugleich die Börſe mit den hundert Guineen abzulegen, welche ihm Frau von Nehra anvertraut habe.

Hardy brachte das ihm Aufgetragene herbei, er⸗ klärte jedoch ganz lakoniſch, daß er von einer Börſe nichts wiſſe, da ihm Frau von Nehra eine ſolche kei⸗ neswegs übergeben habe.

Mirabeau ſtutzte und ſchien im Augenblick nicht recht zu wiſſen, was er von der Sache zu denken habe.

Henriette aber fuhr heftig auf und rief, indem der Zorn ihr plötzlich alle ihre Kräfte wiederzugeben ſchien: Wie? Ihr könnt es ableugnen, daß ich Euch die Börſe zur Aufbewahrung übergab? Mirabeau, ich habe ihn oft bei Dir zu vertheidigen geſucht, wenn Du ſchlimmen Verdacht gegen ſeine Redlichkeit hegteſt. Jetzt muß ich ihn auf das Härteſte anklagen, wenn er länger läugnet, die hundert Guineen von mir em⸗ pfangen zu haben.

Hardy ſtieß ein lautes Hohngelächter aus, und betrachtete Frau von Nehra ſowohl wie Mirabeau mit einem herausfordernden Uebermuth, der ſich in ſeinen trotzigen Mienen auf die frechſte Weiſe aus⸗ drückte.

Elender, rief Mirabeau, deſſen ganze Heftigkeit jetzt erregt zu werden begann, indem er ihn an der Bruſt packte und ſchüttelte. Du wagſt es, einem ſol⸗ chen Zeugniß gegenüber auch nur einen Augenblick noch im Läugnen fortzufahren, und Dich trotzig zu bezeigen? Knie in den Staub nieder, Du hündiſcher Geſell, und heule Dein Geſtändniß vor ihr her, wie Angeſichts eines Engels des Paradieſes die Verdamm⸗ Mirabeau. II. 3