ð 22
haben ſich die Vorſchläge Pitt's ſofort angeeignet, und
wir Genfer haben uns ein beſonderes Vergnügen daraus gemacht, denſelben zuzuſtimmen. Der erſte Lord der Schatzkammer wünſcht nämlich, daß die Zinſen jenes Geldes einſtweilen dazu gebraucht werden, Prä⸗ mien für ansgezeichnete Männer auszuſetzen, welche durch ihre Feder und ihren Einfluß ſowohl in der Preſſe wie im Leben darauf hinwirken können, Eng⸗ land als den wahren Hort der politiſchen Freiheit allen Völkern hinzuſtellen und den Haß gegen Frank⸗ reich, als den aller Unfreiheit und Tyrannei Vorſchub leiſtenden Staat, zu ſchüren. Der Miniſter hat dem Comité durch Lord Grenville eine Namensliſte zu⸗ gehen laſſen, an deren Spitze ſich Euer Namen, Graf Mirabean, mit einer beſonders ehrenvollen Erwähnung befand.
Iſt es möglich? rief Mirabeau in einer frendigen Aufregung. Daran erkenne ich meinen Fuchs William Pitt. Neulich hatte ich bei einem zufälligen und höchſt abenteuerlichen Zuſammentreffen eine Unterredung mit ihm, worin er mich eigentlich mit allen meinen An⸗ deutungen, wie von hier aus jetzt auf die Zeit gewirkt werden müſſe, etwas ſchnöde ablaufen ließ. Nichts deſtoweniger aber iſt er ganz meiner Meinung geweſen, und während er mich ſcheinbar abweiſt, um ſich nicht durch mich zu compromittiren, ſteckt er ſich hinter das Genfer Comité, um meine Vorſchläge auf dieſem Wege wieder aufzunehmen, und über meine ihm dargebotenen Kräfte indirect zu verfügen. Und was hat Euer Co⸗ mité darauf beſchloſſen?
Es hat mich abgeſandt, verſetzte Claviere mit em⸗ phatiſcher Feierlichkeit, und das iſt der eigentliche Zweck meines heutigen Erſcheinens bei Euch, um Euch in dieſem Portefeuille eine Banknote von hundert Pfund Sterling zu überreichen, mit der achtungsvollen Bitte,


