Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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ſoll, damit in dieſer Einöde meiner Kaſſe neue Quel⸗ len ſprudeln. Wahrhaftig, gute Gräfin Yet⸗Lie, es

iſt kein Reiſegeld für Dich vorhanden, was iſt da

zu thun?

Kein Reiſegeld? wiederholte Henriette, beſchämt vor ſich niederblickend. Und wir haben wohl gar keinen Credit mehr, um uns neues Geld zu ver⸗ ſchaffen?

Mir fällt etwas ein, entgegnete Mirabeau nach einigem Beſinnen. Was meinſt Du, ob wir uns an Elliot wenden? Du weißt, daß ich auf dem freund⸗ ſchaftlichſten Fuß mit ihm ſtehe, denn wir waren ja einſt Mitſchüler und Leidensgefährten in der Penſion des Abbé Chocquart. Auch hat er mir hier in Lon⸗ don die Fortdauer ſeiner brüderlichen Neigung ſchon zum Oefteren bewährt. Geh auf der Stelle zu ihm und ſage ihm, daß ich mich in einer peinigenden Ver⸗ legenheit befände. Er mich ſehr verbinden, wenn er mir hundert Guineen durch Dich ſchicken wollte. Die Sache wäre dringend, und Sir Gilbert Elliot wäre der einzige Rettungsanker meiner gänzlich ſchiffbrüchigen Kaſſe. Willſt Du?

Ein flüchtiges Erröthen hatte ſich bei Nennung dieſes Namens auf Henriettens Wangen gezeigt. Sie zögerte, zu antworten, und ſchien ſich in einiger Ver⸗ legenheit zu befinden.

Du kannſt getroſt zu ihm gehen, fuhr Mirabeau fort, denn er lebt in der Mitte ſeiner höchſt liebens⸗ würdigen Familie, die zu den angeſehenſten und vor⸗ nehmſten Londons gehört. Ich möchte am liebſten Dich damit bemühen, denn ich habe ja keinen zuver⸗ läſſigen Menſchen, dem ich eine ſolche Sendung an⸗ vertrauen könnte. Unſere Dienſtleute grollen mit mir, weil ich ihnen ſeit längerer Zeit den Lohn ſchuldig geblieben, und ſie überhaupt jetzt eine ſehr knappe