Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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dige Bitten hinzu, und verband mit denſelben ſo dringliche und einleuchtende Vorſtellungen, daß Mira⸗ beau ſich ſchließlich damit einverſtanden erklären mußte. Er begann nun ſelbſt die Ausführung des Planes zu überlegen und ihr ſeine eigenen Wünſche und Anſich⸗ ten mitzutheilen. Zugleich ſchien es ihn zu beruhigen, daß ſich Chamfort noch in Paris befand, von dem er unter allen Umſtänden Schutz und Beiſtand für Hen⸗ riette erwarten durfte.

Die Abreiſe wurde bereits auf den morgenden Tag feſtgeſetzt, obwohl Mirabeau ſich vorgenommen hatte, eine gedrängte Denkſchrift über den Stand ſei⸗ ner Angelegenheit auszuarbeiten, welche Henriette per⸗ ſönlich in die Hände des Miniſters Baron von Bre⸗ teuil übergeben ſollte. Bei der außerordentlichen Ge⸗ ſchwindigkeit, mit der er zu arbeiten pflegte, hoffte er jedoch in einer einzigen Nacht dieſe Schrift vollenden zu können. Er begann ſich daher nun auf das Ernſt⸗ lichſte mit den Vorbereitungen zu Henriettens Abreiſe zu beſchäftigen.

In dieſem Augenblick aber ſchien ein Umſtand bei ihm ſehr ſchwer in's Gewicht zu fallen, den er bis dahin noch gar nicht der Berückſichtigung für werth gefunden hatte. Dieſer Umſtand betraf die Reiſekoſten, und als Henriette, die alles Andere ſehr verſtändig überlegt, aber an das Geld bisher noch gar nicht ge⸗ dacht hatte, dieſen Punkt nun ebenfalls mit einer leiſen Hindeutung erwähnte, ſchrak Mirabeau auf das Heftigſte zuſammen und ſchlug ſich mit einem wahrhaft entſetzten Ausdruck vor die Stirn.

Geld? Geld? rief er aus, indem er mit ſtür⸗ miſchen Schritten im Zimmer auf und nieder ging. Wo ſoll das Geld zu Deiner Reiſe gefunden werden? Es iſt kein rother Sous mehr vorhanden, und ich weiß diesmal nicht, wo der Stab des Moſes herkommen