Teil eines Werkes 
2. Theil (1860)
Entstehung
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einen recht reichen Unternehmer für das Journal zu gewinnen, das Du unter dem Titel le Conservateur gern unternehmen möchteſt.) Mein Freund, ich werde mich in Paris nicht eher ſchlafen legen, als bis ich etwas für Dich erreicht habe. Du kannſt Dich ſicher auf mich verlaſſen.

Mirabeau betrachtete ſie mit freudigem Erſtaunen und drückte ſie ungeſtüm und leidenſchaftlich an ſich. Deine Idee iſt ganz vortrefflich, rief er aus, und ich glaube in der That, daß Du uns durch einen ſolchen Streifzug nach Paris bedeutend nützen könnteſt. Mehr als ich es ſelbſt im Stande bin, der ich durch meine Heftigkeit immer Alles wieder verderbe, würdeſt Du, Henriette, durch die Dazwiſchenkunft Deiner engel⸗ gleichen Perſönlichkeit dort meine Verhältniſſe aus⸗ gleichen, ebenen und in eine neue beſſere Bahn füh⸗ ren helfen. Ja, es liegt etwas Magiſches und Rüh⸗ rendes zugleich in Deiner Perſönlichkeit, dem Nie⸗ mand widerſtehen kann, ſobald Du ihn anredeſt, und was kann ich Wirkſameres nach Paris ſenden, als Deine Schönheit, Deine Anmuth und Grazie, Dei⸗ nen unſchuldvollen, reinen, lächelnden Mund, der, wenn er ſich zum Reden für mich öffnet, ſelbſt nicht bei den Barbaren einer abſchläglichen Antwort be⸗ gegnen könnte!

Henriette umſchlang mit lautem Jauchzen ſeinen Hals und ſprang dann wieder von ihm fort, indem ſie nun in ſichtlicher Aufregung im Zimmer auf⸗ und niederging, und, wie es ſchien, bereits mit den Ge⸗ danken an das Einpacken beſchäftigt, ihre umherlie⸗ genden Sachen zu muſtern begann.

Und doch wird es nicht gehen, ſetzte Mirabeau nach einer Pauſe hinzu, indem ſeine Mienen einen

) Peuchet Mémoires sur Mirabeau et son époque II. 305.