Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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Die ganze Scene begann aber bereits ein ſo gro⸗ ßes Aufſehen zu erregen, daß Equipagen und Reiter auf der Mitte der Straße ſtillhielten, um den Vorgang zu beobachten. Einige, dem Anſchein nach vornehme Engländer ſtiegen von den Pferden ab, und miſchten ſich unter den Volkshaufen, indem ſie mit der Reit⸗ peitſche hier und da einige Hiebe auf die Rücken der vorlauteſten Schreier, die ſich offenbar in einem trun⸗ kenen Zuſtande befanden, austheilten und ſich dann beſonders an Mirabean wandten, um ihren Rath, wie man ſich am beſten der Leute entledigen könne, zu er⸗ theilen. Mirabeau verſtand aber unglücklicher Weiſe dieſe Rathſchläge nicht, und war bereits im Begriff, ſeine bisher behauptete Ruhe zu verlieren indem er die Unverſchämtheiten des Lord Trumpeter, der ſich beſonders jetzt mit Frau von Nehra zu ſchaffen machte, nicht mehr anzuſehen vermochte. Er packte denſelben an der Bruſt, und ſchüttelte ihn mit einer einzigen Bewegung ſeiner ſtarken Hand ſo gewaltig, daß der Menſch entſetzt und mit einem lauten Schrei in ſeine Kniee ſank und die Beſinnung zu verlieren ſchien.

Dies wäre ohne Zweifel das Signal zu einer ge⸗ fährlichen Verwickelung der Scene geworden, wenn nicht in dieſem Augenblick eine hohe, ſchlanke Männer⸗ geſtalt, welche ſich durch die jetzt in einem heftigen Tumult losbrechende Menge Bahn zu gewinnen ver⸗ ſtand, die Aufmerkſamkeit auf ſich gezogen hätte. Der Fremde trug eine ſchwarze bürgerliche Kleidung, und Mirabeau, der einen großen Scharfblick für Perſön⸗ lichkeiten beſaß, hielt ihn beim erſten Anblick für einen der reformirten Geiſtlichen aus Genf, die ſich, nebſt andern politiſchen Flüchtlingen dieſer Republik, ſeit ei⸗ niger Zeit in großer Anzahl in London befanden.

Es war dem neu Angekommenen, einem noch ziem⸗ lich jungen Manne, der ſogleich ein ſehr kräftiges und