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Arm drückend. Ich mag es durchaus nicht leiden, wenn Du irgend ein Ding in der Welt ſo ungeheuer herausſtreichſt, und wäre es auch nur eine Stadt von Stein und Mauern.
Man hat Dich ja ſelbſt in Paris für eine Eng⸗ länderin gehalten, entgegnete Mirabeau lachend, und als wir zuſammen über die Boulevards gingen, hörte ich oft hinter uns her:„ah, ſeht die ſchöne blonde Engländerin!“ Und auch an mir wirſt Du bald Deine Freude erleben, denn wenn ich fortfahre, mich hier ſo wohl zu befinden, wird bald aus mir ſtatt des Ho⸗ noré⸗Gabriel Riquetti Graf von Mirabean ein höchſt ſtattlicher Jacques Rosbeef geworden ſein! Dann bin ich freilich für Frankreich verloren, und es fragt ſich ohnehin, ob ich dieſem an ſeinen Hof verkauften Lande jemals werde nützen können.
Etwas ſo Schönes wie die Boulevards in Paris wirſt Du mir doch in ganz London nicht zeigen kön⸗ nen, ſagte Henriette, indem ſie in die Colonnaden der Regent⸗Street einbogen, und in das großartige, einem Feſtzuge gleichende Leben dieſer Straße ſich verſetzt ſahen, die von Schaaren wallender Fußgänger und vielfachen neben einander her ſich bewegenden Wagen⸗ reihen überfüllt ſchien und doch keinen Angenblick eine wunderbare Ordnung und Ruhe verlor.
Hier iſt mehr wie Pariſer Boulevards, erwiederte Mirabeau, indem er mit einem ſo heitern und befrie⸗ digten Lächeln, wie es ſeine Gefährtin lange nicht an ihm wahrgenommen, auf dies Treiben hinzeigte. Hier ſieht man Volk, hier ſieht man eine Nation, die in friſchen, ſichern Zügen einen gewaltigen Lebensaufwand beſtreitet und ſich in ihrer Maſſe dahin wälzt, wie ein Strom, der nur ſeinen eigenen Geſetzen der Be⸗ wegung gehorcht. In Paris, gute Gräfin Yet⸗Lie, giebt es noch kein Volk, und es wird erſt darauf an⸗


