Erſtes Buch.
Nie Frennde in Antenil..
.
Das Lundhaus der Madame Helvttius.
Am Eingang des Gehölzes von Boulogne, kaum eine Meile von Paris, liegt das anmuthige Auteuil, mit dem berühmten Landhauſe, welches einſt der Dich⸗ ter Boileau beſeſſen, und in dem auch unter ſeinen ſpäteren Eigenthümern, zu denen namentlich der Arzt Gendron gehörte, ſtets die bedeutendſten und glänzend⸗ ſten Geiſter Frankreichs gelebt hatten.
Jetzt bewohnte es, bereits ſeit dreizehn Jahren,
eine der liebenswürdigſten Frauen Frankreichs, Ma⸗ dame Helvétius, die nach dem Tode ihres Gatten, des berühmten Philoſophen und Freidenkers, dieſen Landſitz gekauft und dort mit einem Zauber, der gleich anziehend und bedeutend war, einen geſellſchaftlichen Vereinigungspunkt für ihre Freunde, ſowie für Alles, was es damals in einer gewiſſen Richtung Bedeutendes und Hervorragendes in Paris gab, begründet hatte. Es war in dieſer äußerlich wenig glänzenden und durchaus ländlich gehaltenen Villa, unter dem leichten und anmuthigen Scepter einer Frau, die ihre Herr⸗ ſchaft nur in der Kunſt bewies, die Geiſter bei ſich heimiſch und vertraut werden zu laſſen, der intereſſan⸗


